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 Das Weisse Pferd html  80.15KB  Emanuel Swedenborg a.D. *1688 - 1772     

Das weiße Pferd

Emanuel Swedenborg

Das weiße Pferd

in der

Offenbarung, Kapitel 19

und sodann:

ÜBER DAS WORT

*

Das Original von 1758:

DE COELO ET EJUS MIRABILIBUS,

ET DE INFERNO EXAUDITIS ET VISIS.

Aus dem Lateinischen von Dr. Friedemann Horn

*



Vorwort zur zweiten Auflage

Emanuel Swedenborg (1683-1772) hat ein geradezu gigantisches literarisches Werk hinterlassen, zumeist in Gestalt der damals üblichen dickleibigen Folianten oder Quartbände, die uns heute mehr Scheu als Neugier erwecken. Der Swedenborg-Verlag, der es als seine Aufgabe betrachtet, wenigstens die wichtigsten Teile davon dem heutigen Leser zu vermitteln, sieht sich daher vor ein schwer lösbares Problem gestellt. Berechnet auf das in unseren Tagen übliche Durchschnittsformat derartiger Publikationen, umfaßt dieses Werk nicht weniger als etwa 35’000 Seiten, davon mehr als 20’000 theologischen, der Rest naturwissenschaftlichen und philosophischen Inhalts. Einige Beispiele geben einen deutlicheren Begriff:

Swedenborgs physikalisches Hauptwerk, ‘Principia Rerum Naturalium’ das den 1. Band seiner ‘Opera Philosophica et Mineralia‘ darstellt (Dresden, 1734, in 3 Bänden mit zusammen 1372 Seiten), hat im Original 453 Seiten, in der englischen Übersetzung nahezu das Doppelte; sein wichtigster Bibelkommentar, die im Zustand hoher Erleuchtung verfaßten ‘Himmlischen Geheimnisse‘ (London 1757-58, 8 Quartbände), umfaßt im Original 4557, in der deutschen Übersetzung über 9500 Seiten; und sein dogmatisches Hauptwerk schließlich, die ‘Wahre Christliche Religion‘ (Amsterdam 1771), im Original 541, in der neuen deutschen Übersetzung mehr als 1100 Seiten.

Abgesehen aber von der großen Zahl und vom Umfang der Werke Swedenborgs ist es vor allem die Tatsache, daß sich dafür unter den heutigen Verhältnissen nur eine beschränkte Abnehmerzahl finden läßt, was dem Verlegern zu schaffen macht. Das gilt namentlich für das deutsche Sprachgebiet, wo Swedenborg— sehr zum Schaden der so notwendigen Erneuerung des gesamten geistigen Lebens — noch immer weithin als ein bloßer ‘Geisterseher und Phantast‘ gilt obwohl man es besser wissen könnte. Es fehlt an den erforderlichen gewaltigen Mitteln, um durch eine große Aufklärungskampagne für Abhilfe zu sorgen. In den angelsächsischen Ländern, wo das Vorurteil gegenüber Swedenborg niemals so stark war und unter dem Einfluß hervorragender und mutiger Persönlichkeiten — erwähnt seien hier nur Emerson, Carlyle und Helen Keller — fast gänzlich überwunden scheint, erreicht der Umsatz mancher Werke Swedenborgs ansehnliche Ziffern. Dadurch werden nicht nur laufend neue Auflagen, sondern vor allem auch immer neue, der Sprachentwicklung entsprechende englische Übersetzungen ermöglicht. Da diese Voraussetzungen im deutschen Sprachgebiet einstweilen fehlen, kommen die längst fälligen neuen deutschen Übersetzungen nur langsam voran. Zwar sind in den letzten Jahren verschiedene derartige Arbeiten gedruckt worden, aber nur unter größten Opfern und in viel zu geringer Zahl, und gleichzeitig sind zahlreiche Ausgaben in der alten ‘Tafel Übertragung’ (aus der Zeit zwischen 1820 und 1860) vollständig ausverkauft worden, so daß man sie nur noch in Bibliotheken, darunter auch derjenigen des Swedenborg-Verlags Zürich, und in Antiquariaten finden kann.

Angesichts dieser Lage hat sich das Kuratorium des Swedenborg entschlossen, das Werk der Herausgabe neuer Übertragungen durch den Nachdruck einer Reihe von alten, dem für Swedenborgs Anliegen aufgeschlossenen Leser noch immer dienlichen wortgetreuen Übersetzungen zu ergänzen. Er hat zu diesem Zweck eigens eine Hausdruckerei eingerichtet, um die Preise möglichst niedrig zu halten. Eine Reihe von Anhängern der durch Swedenborg übermittelten Lehren arbeitet darin unentgeltlich mit, was wesentlich zur Verwirklichung dieser Bestrebungen beiträgt.

Die kleine Schrift »Über das weiße Pferd in der Offenbarung, Kapitel 19, und sodann über das Wort und seinen geistigen oder inneren Sinn« wurde von Swedenborg im Jahre 1758 zu London herausgegeben. Es handelt sich um einen Auszug aus den in der deutschen Ausgabe 16 Bände umfassenden »Himmlischen Geheimnissen im Worte Gottes«, einen Auszug, der dem deutschen Leser umso willkommener sein wird, als er zu diesem seit geraumer Zeit vergriffenen und erst in nicht zu naher Zukunft neu aufzulegenden Riesenwerk von 9’500 Seiten kaum noch Zugang hat. Dieser Auszug bietet ihm in gedrängtester Form nahezu alles, was er wissen muß, um Swedenborgs Auslegung des geistigen oder inneren Sinnes des Göttlichen Wortes mit Verständnis folgen zu können, wenn er das Glück hat, ihr in anderen, ihm zugänglichen Werken des großen Sehers und Theologen zu begegnen.

Eine Kurz-Biographie Swedenborgs und ein gedrängter Überblick über einige seiner wichtigsten Lehren, findet sich am Schluß. (Dr. Friedemann Horn)





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Die Nummer (Nr. 1234) der Anmerkungen beziehen sich auf die "Himmlischen Geheimnisse".

Das weiße Pferd



Über das Weiße Pferd in der Offenbarung, Kapitel 19.

Bei Johannes in der Offenbarung wird das Wort seinem geistigen oder inneren Sinn nach also beschrieben:

Ich sah den Himmel offen, und siehe ein weißes Pferd und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und richtet und streitet mit Gerechtigkeit; Seine Augen wie eine Feuerflamme, und auf Seinem Haupte viele Diademe. Er hatte einen Namen geschrieben, den Niemand weiß, außer Ihm; und Er war angetan mit einem Gewand, in Blut getaucht, und Sein Name heißt Das Wort Gottes. Und die Heere in den Himmeln folgten Ihm auf weißen Pferden, in weißen und reinen Byssus gekleidet; und auf Seinem Kleide und auf Seiner Hüfte steht ein Name geschrieben: König der Könige Herr der Herren. 19,11-16.

Was dieses im Einzelnen in sich schließt, kann Niemand wissen, außer aus dem inneren Sinne; offenbar ist, daß alles Einzelne etwas Vorbildliches und Bezeichnendes ist, nämlich den Himmel, welcher offen, das Pferd, welches weiß war, der darauf saß, daß Er mit Gerechtigkeit richte und streite, daß Seine Augen wie eine Feuerflamme, daß auf Seinem Haupte viele Diademe, daß Er einen Namen hatte, den Niemand weiß, außer Ihm, daß Er angetan war mit einem Gewand in Blut getaucht, daß die Heere in den Himmeln ihm auf weißen Pferden folgten, daß sie in reinen und weißen Byssus gekleidet waren, und daß auf Seinem Kleid und auf Seiner Hüfte ein Namen geschrieben stand; es ist klar gesagt, daß Er das Wort sei, und daß der Herr es sei, welcher das Wort ist; denn es heißt: „Sein Name heißt das Wort Gottes“; und hierauf: „auf Seinem Kleid und auf Seiner Hüfte steht ein Name geschrieben: König der Könige und Herr der Herren“. Durch die Auslegung der einzelnen Worte wird offenbar, daß hier das Wort nach seinem geistigen oder inneren Sinne beschrieben wird; daß der Himmel offen ist, bildet vor und bedeutet, daß der innere Sinn des Wortes im Himmel gesehen wird, und daher von denjenigen in der Welt, welchen der Himmel geöffnet ist; das Pferd das weiß war, bildet vor und bedeutet das Verständnis des Wortes seinem Inneren nach; daß das weiße Pferd dies bedeute, wird aus dem Folgenden klar werden; daß der darauf saß, der Herr als Wort, also das Wort ist, steht fest, denn es wird gesagt: Sein Name heißt das Wort Gottes; Treu, und der mit Gerechtigkeit richtet, heißt Er aus dem Guten; und Wahrhaftig, und der mit Gerechtigkeit streitet, heißt Er aus dem Wahren, denn der Herr Selbst ist die Gerechtigkeit; Seine Augen wie eine Feuerflamme, bezeichnen das Göttlich-Wahre aus dem Göttlich-Guten Seiner Göttlichen Liebe; auf Seinem Haupte viele Diademe, bezeichnen alles Gute und Wahre des Glaubens; Er hatte einen Namen geschrieben den Niemand weiß, außer Ihm, bedeutet, daß Niemand sieht, wie beschaffen das Wort im inneren Sinne ist, als Er, und wem Er es offenbart; angetan mit einem Gewand in Blut getauft, bezeichnet das Wort im Buchstaben, welchem Gewalt angetan worden; die Heere in den Himmeln, welche Ihm auf weißen Pferden folgten, bezeichnen Diejenigen, welche im Verständnisse des Wortes seinem Inneren nach sind; in weißen und reinen Byssus gekleidet, bezeichnet dieselben im Wahren aus dem Guten; auf Seinem Kleid und auf Seiner Hüfte ein Namen geschrieben, bezeichnet das Wahre und das Gute, und ihre Beschaffenheit. Hieraus, und aus dem, was vorhergeht, und was folgt, erhellt, daß hier verkündet wird, es werde um die letzte Zeit der Kirche der geistige oder innere Sinn des Wortes erschlossen werden; was aber dann geschehen werde, wird ebenfalls daselbst beschrieben; Vers 17-21.

Daß dies durch jene Worte bezeichnet wird, braucht hier nicht dargelegt zu werden, weil das Einzelne gezeigt worden ist in den Himmlischen Geheimnissen als: Daß der Herr das Wort ist, weil Er das Göttlich-Wahre ist, Nr. 2533, 2803, 2894, 5272, 7835. Daß das Wort das Göttlich-Wahre ist, Nr. 4692, 5075, 9987. Daß, der auf dem Pferde saß, genannt wird: de richtet und streitet mit Gerechtigkeit, weil der Herr die Gerechtigkeit ist, und daß der Herr die Gerechtigkeit genannt wird, aus dem Grunde weil Er aus eigener Macht das Menschliche Geschlecht erlöst hat, Nr. 1813, 2025, 2026, 2027, 9715, 9809, 10011, 10152. Und das die Gerechtigkeit Verdienst ist, welches dem Herrn allein angehört, Nr. 9715, 9979. Daß die Augen wie eine Feuerflamme das Göttlich-Wahre aus dem Göttlich-Guten der göttlichen Liebe bezeichnen, ist, weil Augen den Verstand und das Wahre des Glaubens bezeichnen, Nr. 2701, 4403-4421, 4523-4534, 6923, 9051, 10569; und eine Feuerflamme das Gute der Liebe, Nr. 934, 4906, 5215, 6314, 6832. Daß die Diademe auf Seinem Haupte alles Gute und Wahre des Glaubens bezeichnen, Nr. 114, 3858, 6335, 6640, 9863, 9865, 9868, 9873, 9905. Daß durch einen Namen geschrieben haben, den Niemand weiß, außer Ihm, bezeichnet wird, daß Niemand sehe, wie beschaffen der innere Sinn des Wortes sei, außer Ihm, und wem Er es offenbare, hat seinen Grund darin, daß der Name die Beschaffenheit einer Sache bezeichnet, Nr. 144, 145, 1754, 1896, 2009, 2724, 3006, 3237, 3421, 6674, 9310. Daß angetan mit einem Gewande in Blut getaucht, das Wort im Buchstaben bezeichnet, dem Gewalt angetan worden, ist, weil das Gewand das Wahre bezeichnet, sofern es das Gute umkleidet, Nr. 1073, 2576, 5319, 9248, 5319, 5954, 9212, 9216, 9952, 10536; insonderheit das Wahre im Letzten, somit das Wort im Buchstaben, Nr. 5248, 6918, 9158, 9212; und weil Blut die vom falschen dem Wahren angetane Gewalt bezeichnet, Nr. 374, 1005, 4735, 5476, 9127. Daß die Heere in den Himmeln, welche Ihm auf weißen Pferden folgten, Diejenigen bezeichnen, welche im Verständnisse des Wortes seinem inneren nach sind, ist, weil durch Heere Diejenigen bezeichnet werden, welche im Wahren und Guten des Himmels und der Kirche sind, Nr. 3448, 7236, 7988, 8019, und durch das Pferd das Verständnis, Nr. 3301, 3993, 4007, 5319. Daß durch gekleidet in weißen und reinen Byssus dieselben, als im Wahren aus dem Guten, bezeichnet werden, ist, weil Byssus oder aus Byssus, das Wahre aus himmlischem Ursprunge bezeichnet, welches das Wahre aus dem Guten ist, Nr. 5319, 9469. Daß ein Name auf das Kleid und die Hüfte geschrieben, das Wahre und das Gute und ihre Beschaffenheit bedeutet, ist, weil das Kleid das Wahre bezeichnet, und der Name Beschaffenheit, wie oben, weil die Hüfte das Gute der Liebe bezeichnet, Nr. 3021, 4277, 4280, 9961, 10488. König der Könige und Herr der Herren, ist der Herr in Ansehung des Göttlich-Wahren, und in Ansehung des Göttlich-Guten; daß der Herr König genannt wird aus dem Göttlich-Wahren, Nr. 3009, 5068, 6148. Und das Er Herr genannt wird aus dem Göttlich-Guten, Nr. 4973, 9167, 9194. Hieraus erhellt, wie das Wort in seinem geistigen oder inneren Sinne beschaffen ist, und das kein Ausdruck darin enthalten ist, welcher nicht etwas Geistiges, dem Himmel und der Kirche Angehörendes bezeichne.

In den prophetischen Teilen des Wortes wird das Pferd häufig genannt, aber bisher wußte Niemand, daß das Pferd das Verständnis, und der Reiter den Verständigen bezeichne, und dies vielleicht, weil es fremdartig und wunderbar erscheint, daß solches unter dem Pferde im geistigen Sinne, und daher im Worte verstanden werde; daß dem aber dennoch so sei, kann aus zahlreichen stellen daselbst erhellen, von welchen ich einige nur hier anführen will. In der Weissagung Israels heißt es von Dan: "Dan wird eine Schlange am Weg und eine Pfeilschlange auf dem Fußpfade sein, die das Pferd in die Fersen beißt, so daß sein Reiter rücklings fällt". 1.Mose 49,17.18.; was dieser Ausspruch über einen Stamm Israels bedeutet, kann Niemand verstehen, wenn er nicht weiß, was durch Schlange, dann was durch Pferd und durch Reiter bezeichnet wird; daß es Geistiges sei, was darin liegt, wird jeder gewahr; was nun das Einzelne bedeutet, sehe man in den Himmlischen Geheimnissen, Nr. 6398, 6399, 6400, 6401, wo diese Weissagung erklärt ist. Bei Habakuk: "Gott, du reitest auf deinen Rossen einher, deine Wagen sind heil, du ließest treten in das Meer deine Rosse". 3,8.15. Daß die Rosse hier Geistiges bezeichnen, ist offenbar, weil dies von Gott ausgesagt wird; was wäre es sonst, daß Gott einherreite auf Seinen Rossen, und daß Er Seine Rosse in das Meer treten lasse. Bei Sachariah: "An jenem Tage wird auf des Pferden Glöckchen die Heiligkeit Jehovahs sein". 14,20. Bei demselben: "An selbigen Tage spricht Jehovah, schlag ich mit Stumpfsinn jeglich Roß, und mit Wahnsinn seinen Reiter, und über das Haus Jehudah halt' ich meine Augen offen, aber jeglich Roß der Völker werde ich mit Blindheit schlagen". 12,4.5. Hier wird von der Verwüstung der Kirche gehandelt, wenn es kein Verständnis irgendeines Wahren mehr gibt; dies wird auf dieser Weise durch das Roß und den Reiter Beschrieben; was sonst sollte das besagen, daß jeglich Roß mit Stumpfsinn und daß das Roß der Völker mit Blindheit geschlagen werden solle? Was hätte das mit der Kirche zu tun? Bei Hiob: "Gott ließ ihn vergessen der Weisheit, und es ist ihm keine Einsicht zugeteilt, zur Zeit hat er in die Höhe sich erhoben, verlacht das Pferd und dessen Reiter". 39,17-19.ff. Daß hier durch Pferd das Verständnis bezeichnet wird, tritt klar zu Tage, ähnlich bei David, wo es heißt Reiten auf dem Worte der Wahrheit, Psalm 45,5. und an vielen anderen Stellen. Wer könnte überdies wissen woher es kommt, daß Elias und Elisa der Wagen und seine Reiter genannt wurden, und warum dem Knaben des Elisa der Berg voller Rosse und feuriger Wagen erschien, wenn er nicht weiß, was Wagen und Reiter bezeichnen, und was Elias und Elisa vorbildeten; denn Elisa sagte zu Elias: "Mein Vater, mein Vater, Israels Wagen und seine Reiter". 2.Kön.2,11.12. und der König Joas zu Elisa: "Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter". 2.Kön.13,14. Und von Knaben des Elisa: " Jehovah öffnete die Augen des Knaben Elisa, und er sah und siehe, der Berg war voll Rosse und feuriger Wagen rings um Elisa her". 2.Kön.6,17. Daß Elias und Elisa der Wagen Israels und seine Reiter genannt wurden, beruht darauf, daß Beide den Herrn in Ansehung des Wortes vorbildeten, und daß durch Wagen die Lehren aus dem Worte, und durch Reiter die Einsicht bezeichnet wird; daß Elias und Elisa den Herrn in Ansehung des Wortes vorgebildet haben, sehe man in den Himmlischen Geheimnissen Nr. 5321, 8215.

Daß das Pferd das Verständnis bezeichnet, kommt nirgend anderswoher, als aus den Vorbildungen in der geistigen Welt; häufig erscheinen daselbst Pferde und auf Pferden Sitzende, dann auch Wagen, und Alle daselbst wissen, daß sie dem Verstande und der Lehre Angehöriges bezeichnen; ich habe oft gesehen, wenn einige daselbst aus ihrem Verständnisse im nachdenken waren, daß sie alsdann wie auf Pferden reitend erschienen; so stellte sich, ihnen selbst unbewußt, ihr nachsinnen vor anderen dar. Es befindet sich daselbst auch ein Ort, wo viele zusammenkommen, welche über die Wahrheiten des Wortes aus dem Verständnisse denken und reden; und wenn andere dahinkommen, so sehen sie die ganze Fläche voller Wagen und Rosse; und Neulinge, welche staunen woher dies, werden belehrt, daß diese Erscheinung aus dem verständigen Denken der Versammelten komme; dieser Ort heißt Versammlung der Verständigen und Weisen. Es wurden von mir auch leuchtende Pferde und Wagen gesehen, wenn welche in den Himmel erhoben wurden, was ein Anzeichen war, daß sie eben in den Wahrheiten der Himmlischen Lehre unterrichtet und verständig gemacht, und so erhoben worden seien; aus dieser Erscheinung ward ich inne, was durch den Feuerwagen und die Feuerrosse bezeichnet wird, welche den Elias in den Himmel erhoben; und was durch die Pferde und die feurigen Wagen, welche dem Knaben des Elisa erschienen, als seine Augen geöffnet waren.

Daß Wagen und Pferde solches vorbildeten, war in den alten Kirchen wohl bekannt; denn jene Kirchen waren vorbildliche Kirchen, und bei denen, welche ihnen angehörten, war die Wissenschaft der Entsprechungen und Vorbildungen die oberste Wissenschaft; aus diesen Kirchen ist die Bedeutung des Pferdes, daß es das Verständnis bezeichne, zu den Weisen ringsum, auch nach Griechenland, übergegangen; daher kam es, daß sie die Beschreibung der Sonne, wohin sie den Gott ihrer Weisheit und Einsicht versetzten, ihr einen Wagen und vier feurige Rosse zuteilten. Und daß sie, wenn sie den Meeresgot beschrieben, weil durch das Meer die Wissenschaften bezeichnet werden, welche aus dem Verständnisse sind, diesem ebenfalls Pferde beigaben. Und daß sie bei Beschreibung des Ursprungs der Wissenschaften aus dem Verstande, ein geflügeltes Pferd darstellten, das mit der Hufe eine Quelle aufstieß, an der neun Jungfrauen waren, welche die Wissenschaften bezeichnen; denn aus den alten Kirchen war ihnen bekannt, daß durch das Pferd das Verständnis bezeichnet werde, durch Flügel Geistig-Wahres, durch den Huf Wissenschaftliches aus dem Verständnisse, und durch die Quelle die Lehre, aus welchen die Wissenschaften stammen. Durch das Trojanische Pferd wurde nichts Anderes bezeichnet, als ein ihrem Verstande entstammender Kunstgriff, die Mauern zu zerstören. Wenn heutzutage der Verstand in der von jenen Alten überkommenen Weise geschildert wird, pflegt er zwar durch ein fliegendes Pferd oder den Pegasus dargestellt zu werden, die Lehre durch eine Quelle, und die Wissenschaften durch Jungfrauen; aber kaum Jemand weiß, daß das Pferd im mystischen Sinne das Verständnis bezeichnet; noch weniger, daß jene Bedeutungen aus den alten vorbildlichen Kirchen auf die Heiden übergegangen waren.

Da durch das weiße Pferd das Verständnis des Wortes seinem geistigen oder inneren Sinne nach bezeichnet wird, so soll nun folgen, was über das Wort und über jenen Sinn in den Himmlischen Geheimnissen gezeigt worden ist; denn daselbst ist Alles, was im ersten und zweiten Buche Mose enthalten ist, nach dem geistigen oder inneren Sinne erklärt.



Über das Wort und seinen geistigen oder inneren Sinn aus den Himmlischen Geheimnissen. Über die Notwendigkeit und Vortrefflichkeit des Wortes.

Daß man aus dem Lichte der Natur Nichts weiß vom Herrn, vom Himmel und von der Hölle, vom Leben des Menschen nach dem Tode, und von den göttlichen Wahrheiten, durch welche dem Menschen geistiges und ewiges Leben wird. Nr. 8944. 10318, 10319, 10320. Daß dies daraus erhellen kann, daß Viele, und unter ihnen Gelehrte, an diese Dinge nicht glauben, obgleich sie, wo das Wort ist, geboren und durch dasselbe darüber unterrichtet sind, Nr.10319. Daß es also notwendig war, daß eine Offenbarung aus dem Himmel stattfand, weil der Mensch für den Himmel geboren ist, Nr. 1775. Daß daher zu allen Zeiten eine Offenbarung bestand, Nr. 2895. Von den verschiedenen Arten der Offenbarung, welche auf dieser Erde aufeinander folgten, Nr. 10355, 10632. Daß den urältesten Menschen, welche vor der Flut lebten, und deren Zeit das goldene Zeitalter heißt, unmittelbare Offenbarung zu Teil wurde und daher das Göttlich-Wahre in ihre Herzen eingeschrieben war, Nr. 2896. Daß den alten Kirchen, welche nach der Flut bestanden, ein historisches und prophetisches Wort gegeben wurde, Nr. 2686, 2897; über welche Kirchen man nachsehe im Neuen Jerusalem und seiner Lehre, Nr. 247. Daß der historische Teil desselben die Kriege Jehovahs genannt wurde, und der prophetische die Sprüche, Nr. 2897. Daß dieses Wort in Bezug auf die Inspiration unserem Worte ähnlich, aber jenen Kirchen angepaßt war, Nr. 2897. Daß es von Moses erwähnt wird, Nr. 2686, 2897. Daß aber dieses Wort verloren gegangen ist, Nr. 2897. Daß prophetische Offenbarungen bei Anderen stattfanden, wie aus den Weissagungen des Bileam erhellt, Nr. 2898.

Daß das Wort göttlich ist im Ganzen und im Einzelnen, Nr. 639, 680, 10321, 10637. Daß das Wort bis auf jedes Strichlein und Jota göttlich und heilig ist, durch Erfahrung gezeigt, Nr. 9349. Wie heutzutage erklärt wird, daß das Wort bis auf jedes Jota inspiriert sei, Nr. 1886.

Daß die Kirche im engeren Sinne da ist, wo das Wort und durch dasselbe der Herr bekannt ist, und wo die göttlichen Wahrheiten geoffenbart sind, Nr. 3857, 10761. Daß aber darum nicht diejenigen der Kirche angehören, welche geboren sind wo das Wort ist, und durch dasselbe der Herr bekannt, sondern die, welche durch Wahrheiten aus dem Worte Herrn wiedergeboren werden; und dies sind die, welche den darin enthaltenen Wahrheiten gemäß leben, also welche ein Leben der Liebe und des Glaubens leben, Nr. 6637, 10143, 10153, 10578, 10 645, 10829.



Das Wort wird nur von Erleuchteten verstanden.

Daß die menschliche Vernunft weder Göttliches, noch selbst Geistiges fassen kann, wenn sie nicht vom Herrn erleuchtet wird, Nr. 2196, 2203, 2209, 2654. Daß daher nur Erleuchtete das Wort verstehen, 10323. Daß der Herr denen, welche erleuchtet werden, gibt, das Wahre zu verstehen, und, was sich zu widersprechen scheint, zu erkennen, Nr. 9382, 10659. Daß das Wort im Buchstabensinne nicht übereinstimmend ist, und sich mitunter zu widersprechen scheint, Nr. 9025. Und daß es deshalb von solchen, welche nicht erleuchtet sind, erklärt und gedreht werden kann, um irgendwelche Meinung und Irrlehre zu begründen, und um irgend eine weltliche und körperliche Liebe zu begünstigen, Nr. 4783, 10330, 10400. Daß diejenigen aus dem Worte erleuchtet werden, welche es aus Liebe zum Wahren und Guten lesen, nicht aber die, welche dies tun aus Liebe zu Ruhm, Gewinn oder Ehre, also aus Liebe zu sich, Nr. 9382, 10548, 10549, 10551. Daß diejenigen erleuchtet werden, welche im Guten des Lebens sind, und daraus in der Neigung zum Wahren, Nr. 8694. Daß diejenigen erleuchtet werden, deren Inneres erschlossen ist, also die, welche ihrem inneren Menschen nach in das Licht des Himmels erhoben werden können, Nr. 10400, 10402, 10691, 10694. Daß Erleuchtung eine tatsächliche Erschließung des Inneren Gemütes ist, und auch eine Erhebung in das Licht des Himmels, Nr. 10330. Daß bei denen, welche das Wort heilig halten, ihnen unbewußt, heiliges aus dem Inneren einfließt, das ist, durch das Innere vom Herrn, Nr. 6789. Daß diejenigen erleuchtet werden, und im Worte das Wahre erschauen, welche vom Herrn, aber nicht die, welche von sich selbst geführt werden, Nr. 10638. Daß diejenigen vom Herrn geführt werden, welche das Wahre lieben, weil es wahr ist, und daß diese es auch sind, welche den göttlichen Wahrheiten gemäß zu leben lieben, Nr. 10578, 10645, 10829. Daß das Wort beim Menschen dem Leben seiner Liebe und seines Glaubens gemäß belebt wird, Nr. 1776. Daß das der eigenen Einsicht Entstammende kein Leben in sich hat, weil aus dem Eigenen des Menschen Nichts kommt, das gut ist, Nr. 8941, 8944. Daß diejenigen nicht erleuchtet werden können, welche sich in falscher Lehre sehr bestärkt haben, Nr. 10640.

Daß der Verstand es ist, welcher erleuchtet wird, Nr. 6608, 9300. Daß der Verstand das Aufnahmegefäß des Wahren ist, Nr. 6222, 6608, 10659. Daß über jede Lehre der Kirche Vorstellungen vorhanden sind, welche dem Verstande und dem Denken daraus angehören, und welchen gemäß die Lehre wahrgenommen wird, 3310, 3825. Daß die Vorstellungen des Menschen, solange er in der Welt lebt, natürlich sind, weil da der Mensch natürlich denkt; daß aber in desselben, bei denjenigen, welche der Neigung zum Wahren um des Wahren willen sind, dennoch geistige Vorstellungen verborgen liegen, und daß in diese der Mensch nach dem Tode kommt, Nr. 3310, 5510, 6201, 10237, 10240, 10551. Daß es ohne Vorstellungen des Verstandes und daher des Denkens kein Wahrnehmen irgend einer Sache gibt, Nr. 3825. Daß die Vorstellungen von Sachen des Glaubens im andern Leben erschlossen und daselbst von den Engeln gesehen werden, wie sie beschaffen sind, und daß der Mensch alsdann ihnen gemäß, soweit sie aus der seiner Liebe angehörenden Neigung hervorgehen, mit andern verbunden wird, Nr. 1869, 3310, 5510, 6201, 8885. Daß das Wort deshalb nur verstanden wird vom vernünftigen Menschen; denn etwas glauben, ohne Vorstellung des Gegenstandes, und ohne vernünftige Betrachtung, ist nur ein im Gedächtnis Behalten von Worten, welche alles der Wahrnehmung und Neigung angehörenden Lebens entbehren; welches kein Glauben ist, Nr. 2533. Daß es der Buchstabensinn des Wortes ist, welcher erleuchtet wird, Nr. 3619, 9824, 9905, 10548.



Das Wort wird nur verstanden durch die Lehre aus dem Wort.

Daß die Lehre der Kirche aus dem Worte sein soll, Nr. 3464, 5402, 6832, 10763, 10765. Daß das Wort ohne Lehre nicht verstanden wird, 9025, 9409, 9424, 9430, 10324, 10431, 10582. Daß die wahre Lehre die Leuchte ist für die, welche das Wort lesen, Nr. 10400. Daß die echte Lehre von denen ausgehen soll, welche in Erleuchtung vom Herrn sind, Nr. 2510, 2516, 2519, 9424, 10105. Daß das Wort durch die von einem Erleuchteten gebildete Lehre verstanden wird, Nr. 10324. Daß die, welche in Erleuchtung sind, sich aus dem Worte die Lehre bilden, Nr. 9382, 10659. Unterschied zwischen denen, welche aus der Lehre der Kirche und denen, welche aus dem bloßen Buchstabensinne des Wortes lehren und lernen; wie beschaffen dieser Unterschied, Nr. 9025. Daß diejenigen, welche im Buchstabensinne des Wortes ohne Lehre sind, in kein Verständnis der göttlichen Wahrheiten kommen, Nr. 9409, 9410, 10582. Daß sie in viele Irrtümer verfallen, Nr. 10431. Daß diejenigen, welche in der Neigung zum Wahren willen sind, wenn sie Erwachsene werden, und aus ihrem Verstande sehen können, nicht einfach in den Lehren ihrer Kirche verbleiben, sondern daß sie aus dem Worte forschen, ob sie wahr sind, Nr. 5402, 5432, 6047. Daß sonst einem jeden das Wahre aus Anderen zu Teil würde, und aus dem heimatlichen Boden, sei er als Jude oder als Grieche geboren, Nr. 6047. Daß dennoch, was aus dem buchstäblichen Sinne des Wortes Sache des Glaubens geworden ist, nicht auszulöschen ist, außer nach völliger Einsicht Nr. 9039.

Daß die wahre Lehre der Kirche die Lehre der Liebtätigkeit und des Glaubens ist, Nr. 2417, 4766, 10763, 10765. Daß die Lehre des Glaubens nicht die Kirche bildet, sondern das Leben des Glaubens, welches Liebtätigkeit ist, Nr. 809, 1798, 1799, 1834, 4468, 4677, 4766, 5826, 6637. Daß die Lehren Nichts sind, wenn nicht nach ihnen gelebt wird, und das jeder sehen kann, daß sie des Lebens wegen sind, und nicht des Gedächtnisses wegen, und Sache des Denkens daraus, Nr. 1515, 2049, 2116. Daß heutzutage in den Kirchen die Lehre des Glaubens und nicht die Lehre der Liebtätigkeit ist, und daß die Lehre der Liebtätigkeit in eine Wissenschaft verwiesen ist, welche Moraltheologie genannt wird, Nr. 2417. Daß die Kirche Eine wäre, wenn die Menschen als Menschen der Kirche aus dem Leben, also aus der Liebtätigkeit, anerkannt würden, Nr. 1285, 1316, 2982, 3267, 3445, 3451, 3452. Wie hoch die Lehre der Liebtätigkeit über der Lehre des von der Liebtätigkeit getrennten Glaubens steht, Nr. 4844. Daß diejenigen in Unwissenheit über Himmlisches sind, welche nichts von der Liebtätigkeit wissen, Nr. 2435. Daß diejenigen, welche nur die Lehre des Glaubens und nicht der Liebtätigkeit haben, in Irrtümer verfallen, von welchen ebenfalls, gehandelt wird, Nr. 2417, 2383, 3146, 3325, 3412, 3413, 3416, 3773, 4672, 4730, 4783, 4925, 5351, 7623-7627, 7752-7762, 7790, 8094, 8313, 8530, 8765, 9186, 9224, 10555. Daß die, welche allein in der Lehre des Glaubens sind, und nicht im Leben des Glaubens, welches Liebtätigkeit ist, ehemals Unbeschnittene oder Philister hießen, Nr. 3412, 3413, 3463, 8313, 8093, 9340. Daß bei den Alten die Lehre der Liebe zum Herrn und der Liebtätigkeit gegen den Nächsten war, und daß die Lehre des Glaubens diesen dienstbar gemacht war, Nr. 2417, 3419, 4844, 4955.

Daß die durch einen Erleuchteten gebildete Lehre nachher durch Vernünftiges und Wissenschaftliches begründet werden kann, und daß sie so völliger verstanden und befestigt wird, Nr. 2553, 2719, 2720, 3052, 3310, 6047. Mehr über diesen Gegenstand sehe man im Neuen Jerusalem und seiner Lehre, Nr. 51. Daß diejenigen, welche in dem von der Liebtätigkeit getrennten Glaubens sind, wollen, daß man die Lehrsätze der Kirche einfach glaube, ohne irgendwelche vernünftige Anschauung, Nr. 3394.

Daß es nicht Sache des Weisen ist, einen Lehrsatz zu begründen, sondern zu sehen, ob er wahr ist, bevor er ihn begründet; und daß dies stattfindet bei denen, welche in Erleuchtung sind, Nr. 1017, 4741, 7012, 7680, 7950. Daß das Licht aus Begründung ein natürliches, nicht geistiges Licht ist, und auch bei Bösen vorhanden sein kann, bis es wie wahr erscheint, Nr. 2482, 2490, 5033, 6865, 8521.



Im Worte ist ein geistiger Sinn, welcher der innere Sinn heißt.

Daß Niemand wissen kann, was der geistige oder innere Sinn des Wortes ist, wenn er nicht weiß, was Entsprechung ist, Nr. 2895, 4322. Daß Alles und Jedes, bis auf's Kleinste, was in der natürlichen Welt ist, Geistigem entspricht, und daher solches bezeichnet, Nr. 1886-1889, 2897-3003, 3213-3227. Daß Geistiges, welchem Natürliches entspricht, im Natürlichen unter anderer Gestalt erscheint, so daß es nicht erkannt wird, Nr. 1887, 2395, 8920. Daß kaum jemand weiß, wo den das Göttliche im Worte sei, während es doch in seinem inneren und geistigen Sinne ist, dessen Dasein heutzutage unbekannt ist, Nr. 2899, 4989. Daß das Mystische des Wortes nichts anderes ist, als was sein innerer oder geistiger Sinn enthält in welchem vom Herrn, von der Verherrlichung Seines Menschlichen, von Seinem Reiche und von der Kirche gehandelt wird, und nicht von natürlichen Dingen, welche der Welt angehören, Nr. 4923. Daß die prophetischen Teile an vielen Stellen nicht verstanden werden können, und so von keinem Nutzen wären, ohne den inneren Sinn; durch Beispiele gezeigt, Nr. 2608, 8020, 8398, wie auch, was durch das weiße Pferd in der Offenbarung bezeichnet wird, Nr. 2760 ff. Was durch die dem Petrus gegebenen Schlüssel des Himmelreichs, Vorrede zu Kap. 22 des 1. Buches Mose und Nr. 9410. Was durch Fleisch, Blut, Brot, Wein im heiligen Abendmahle, Nr. 8682. Was durch die Weissagung Jacobs über seine Söhne im 49. Kapitel des 1. Buches Mose, Nr. 6306, 6333-6465. Was durch die viele Weissagungen über Jehudah und Israel, welche auf dieses Volk nicht anwendbar sind, noch zutreffen im Buchstabensinne, Nr. 6333, 6361, 6415, 6438, 6444. Außer vielen anderen mehr, Nr. 2608. Was Entsprechung sei, kann weiter ersehen werden in dem Werke über Himmel und Hölle, Nr. 87-115, 303-310.

Vom inneren oder geistigen Sinne des Wortes im allgemeinen, Nr. 1767-1777, 1869-1879. Daß in Allem und Jedem des Wortes ein innerer Sinn ist, Nr. 1143, 1984, 2135, 2333, 2395, 2495, 2619. Daß dies nicht im Buchstabensinne erscheint, dennoch aber innerlich darin ist, Nr. 4442.



Der innere Sinn des Wortes ist zunächst für die Engel und auch für die Menschen.

Damit man wisse was der innere Sinn sei, wie beschaffen und welchen Ursprung, soll hier im Algemeinen gesagt werden: daß Denken und Sprechen im Himmel anders ist als in der Welt; im Himmel geistig, in der Welt natürlich; daß deshalb, wenn ein Mensch das Wort ließt, die Engel welche beim Menschen sind, es geistig, während die Menschen es natürlich wahrnehmen, daß daher die Engel im inneren Sinne sind, wenn die Menschen im äußeren Sinne sind; daß sie aber durch Entsprechung Eins ausmachen. Daß die Engel nicht nur geistig denken, sondern auch geistig sprechen; dann, daß sie beim Menschen sind, und daß die Verbindung mit ihnen durch das Wort geschieht, sehe man in dem Werke über Himmel und Hölle, wo gehandelt wird von der Weisheit der Engel des Himmels, Nr. 265-275. Von ihrer Rede, Nr. 234-245. Von ihrer Verbindung mit dem Menschen, Nr. 291-302. Und von der Verbindung durch das Wort, Nr. 303-310.

Daß das Wort anders verstanden wird von den Engeln in den Himmeln, als von den Menschen auf Erden, und daß für die Engel der innere oder geistige Sinn, für die Menschen aber der äußere oder natürliche Sinn ist, Nr. 1887, 2395. Daß die Engel das Wort im inneren Sinne wahrnehmen, und nicht im äußeren, aus der Erfahrung derjenigen, welche mit mir sprachen, während ich das Wort las, Nr. 1769-1772. Daß die Vorstellungen des Denkens und auch das Reden der Engel geistig sind, menschliche Vorstellungen und menschliches Reden aber natürlich, daß daher ein innerer Sinn, welcher geistig, für die Engel ist, durch Erfahrung beleuchtet, Nr. 2333. Daß dennoch der Buchstabensinn des Wortes den geistigen Vorstellungen der Engel als Mittel dient, vergleichsweise wie die Worte der Rede beim Menschen dem Begriffe von einer Sache dienen, Nr. 2143. Daß dasjenige, was dem inneren Sinne des Wortes angehört, in das Bereich des Himmelslichtes fällt, also in die Wahrnehmung der Engel, Nr. 2618, 2619, 2629, 3086. Daß daher das, was die Engel aus dem Worte wahrnehmen, ihnen kostbar ist, Nr. 2540, 2541, 2545, 2551. Daß die Engel auch nicht einen einzigen Ausdruck vom Buchstabensinne des Wortes verstehen, Nr. 64, 65, 1434, 1929. Daß sie ebensowenig die Personen- und Ortsnamen kennen, welche im Worte vorkommen, Nr. 1434, 1888, 4442, 4480. Daß Namen nicht in den Himmel eindringen, noch daselbst ausgesprochen werden können, Nr. 1876. 1888. Daß alle Namen im Worte Sachen bezeichnen, und daß sie im Himmel in Vorstellungen von Sachen verwandelt werden, Nr. 768, 1888, 4310, 4442, 5225, 5287, 10329. Daß die Engel auch abstrakt von Personen denken, Nr. 6653, 8343, 8985, 9007. Wie schön der innere Sinn des Wortes ist, wenn es sich auch nur um bloße Namen handelt, wird durch Beispiele aus dem Worte gezeigt, Nr. 1224, 1888, 2395. Daß auch mehrere Namen in Reihenfolge im inneren Sinne Eine Sache ausdrücken, Nr. 5095. Daß auch alle Zahlen im Worte Sachen bezeichnen, Nr. 482, 487, 647, 648, 755, 813, 1963, 1988, 2075, 2252, 3252, 4264, 6175, 9488, 9659, 10217, 10253. Daß auch Geister das Wort im inneren Sinne wahrnehmen, in dem Maße, als ihr Inneres dem Himmel geöffnet ist, Nr. 1771. Daß der Buchstabensinn des Wortes, welcher natürlich ist, bei den Engeln augenblicklich in den geistigen umgewandelt wird, weil Entsprechung besteht, Nr. 5648. Und dies, ohne daß sie hören oder wissen, was im buchstäblichen oder äußeren Sinne geschrieben steht, Nr.10215. Daß so der buchstäbliche oder äußere Sinn auf den Menschen beschränkt ist, und nicht weiter bringt, Nr. 2015.

Daß es einen inneren Sinn des Wortes gibt, und auch einen innersten oder höchsten Sinn, von welchen gehandelt wird, Nr. 9407, 10604, 10614, 10627. Daß die geistigen Engel, das ist die, welche im geistigen Reiche des Herrn sind, das Wort im inneren Sinne wahrnehmen, und daß die himmlischen Engel, das ist die, welche im himmlischen Reiche des Herrn sind, das Wort im innersten Sinne wahrnehmen, Nr. 2157, 2275.

Daß das Wort für die Menschen ist, und auch für die Engel, beiden anbequemt, Nr. 7381, 8862, 10322. Daß das Wort das Himmel und Erde Vereinende ist, Nr. 2310, 2495, 9212, 9216, 9357. Daß die Verbindung des Himmels mit dem Menschen durch das Wort geschieht, Nr. 9396, 9400, 9401, 10452. Daß deshalb das Wort der Bund heißt, Nr. 9396. Weil Bund Verbindung bezeichnet, Nr. 665, 666, 1023, 1038, 1864, 1996, 2003, 2021, 6804, 8767, 8778, 9396, 10632. Daß ein innerer Sinn im Worte ist, weil das Wort vom Herrn durch die drei Himmel bis zum Menschen herabkam, Nr. 2310, 6597. Und daß es so den Engeln der drei Himmel und auch den Menschen anbequemt worden ist, Nr. 7381, 8862. Daß es daher kommt, daß das Wort göttlich ist, Nr. 4480. Und daß es heilig ist, Nr. 10276. Und daß es geistig ist, Nr. 4480. Und daß es aus dem Göttlichen eingegeben ist, Nr. 9094. Daß dies Inspiration ist, Nr.9094.

Daß auch der Mensch, welcher wiedergeboren ist, tatsächlich im inneren Sinne des Wortes ist, obgleich er es nicht weiß, weil bei ihm der innere Mensch, welcher geistige Wahrnehmung hat, erschlossen ist, Nr. 10400. Daß aber bei ihm das Geistige des Wortes in natürliche Vorstellungen einfließt, und also in natürlicher Form dargestellt wird, weil er, während er in der Welt lebt, was das Wahrnehmen betrifft, im natürlichen Menschen denkt, Nr. 5614. Daß daher das Licht des Wahren bei denen, welche erleuchtet werden, aus ihrem Inneren ist, also durch das Innere vom Herrn, Nr. 10691, 10694. Daß auf diesem Wege auch Heiliges einfließt bei denen, welche das Wort heilig halten, Nr. 6789. Weil der wiedergeborene Mensch in Wirklichkeit im inneren Sinne des Wortes ist, und zwar im Heiligen desselben, obgleich er es nicht weiß: daß er deshalb nach dem Tode in desselben von selbst kommt, und daß er dann nicht mehr im Buchstabensinne ist, Nr. 3226, 3342, 3343.

Daß die Vorstellungen des inneren Menschen geistig sind, daß aber der Mensch, während er in der Welt lebt, sie nicht wahrnimmt, weil sie sie innerlich in seinem natürlichen Denken sind, welchem sie das Vernunftvermögen verleihen, Nr. 10236, 10237, 10240, 10551. Daß aber der Mensch nach dem Tode in diese seine Vorstellungen kommt, weil sie seinem Geiste angehören, und aus ihnen alsdann nicht nur denkt, sondern auch spricht, Nr. 2470, 2478, 2479, 10568, 10604. Aus diesem Grunde ist gesagt worden, daß der wiedergeborene Mensch es nicht wisse, daß er im geistigen Sinne des Wortes ist, und daß ihm daraus Erleuchtung wird.



Im inneren oder geistigen Sinne des Wortes sind unzählige Geheimnisse.

Daß das Wort im inneren Sinne Unzähliges enthält, welches die menschliche Fassungskraft übersteigt, Nr. 3085. 3086. Auch Unaussprechliches und Unerklärliches, Nr. 1965, welches allein den Engeln dargestellt und von ihnen verstanden wird, Nr. 167. Daß der innere Sinn des Wortes Geheimnisse des Himmels enthält, welche den Herrn betreffen und sein Reich in den Himmeln und auf Erden, Nr. 1-4, 937. Daß diese Geheimnisse im Buchstabensinne nicht erscheinen, Nr. 937, 1502, 2161. Daß vieles, was bei den Propheten sich findet, wie unzusammenhängend erscheint, was im inneren Sinne in schöner Reihenfolge stetig zusammenhängt, Nr.7153, 9022. Daß nicht ein einziges Wort, noch selbst ein einziges Jota in seiner Ursprache im Buchstabensinne des Wortes fehlen kann, ohne eine Unterbrechung im inneren Sinne, und daß deshalb durch die göttliche Vorsehung des Herrn das Wort so unversehrt bis auf jedes Strichlein erhalten worden ist, Nr. 6617, 8920. Und in einem jedem Ausdrücke, Nr. 1869. Daß unzähliges enthalten ist im Gebete des Herrn, und im Einzelnen desselben, Nr. 6619. Und in den Vorschriften der Zehn Gebote, in deren äußeren Sinne Einiges doch so beschaffen ist, daß es einem jeden Volke ohne Offenbarung bekannt ist, Nr. 8867, 8900. Daß in jedem Häkchen im Buchstaben des Wortes in der Ursprache Heiliges ist, und solches aus dem Himmelgezeigt wurde, sehe man in dem Werke über Himmel und Hölle, Nr. 260, wo die Worte des Herrn erklärt werden, daß kein Jota oder Häkchen vom Gesetz vergehen werde, Matth.5,18.

Daß sich im Worte, hauptsächlich im prophetischen Teile, je zwei Ausdrücke finden für anscheinend eine und dieselbe Sache, das sich aber der eine auf Gutes, und der andere auf Wahres bezieht, Nr. 683, 707, 2516, 8339. Daß im Worte Gutes und Wahres auf wunderbare Weise verbunden sind, und daß diese Verbindung nur demjenigen erscheint, welcher den inneren Sinn kennt, Nr. 10554. Und daß so im Worte und im Einzelnen desselben eine göttliche Ehe und eine himmlische Ehe ist, Nr. 683, 793, 801, 2173, 2516, 2712, 5138, 7022. Daß die göttliche Ehe die Ehe des Göttlich-Guten und des Göttlich-Wahren, also der Herr im Himmel ist, in welchem allein dort jene Ehe ist, Nr. 3004, 3005, 3009, 5138, 5194, 5502, 6343, 7945, 8339, 9263, 9314. Daß durch Jesus auch das Göttlich-Gute bezeichnet wird, und durch Christus das Göttlich-Wahre, und so durch beide die göttliche Ehe im Himmel, 3004, 3005, 3009. Daß diese Ehe, also der Herr in Ansehung des Göttlich-Guten und Göttlich-Wahren im Einzelnen des Wortes in seinem inneren Sinne ist, Nr. 5502. Daß die Ehe von Gutem und Wahren vom Herrn im Himmel und in der Kirche es ist, welche himmlische Ehe heißt, Nr. 2508, 2618, 2803, 3004, 3211, 3952, 6179. Daß also in dieser Hinsicht das Wort gleichsam der Himmel ist, Nr. 2173, 10126. Daß der Himmel im Worte der Ehe verglichen wird, wegen der Ehe von Gutem und Wahrem daselbst, Nr. 2758, 3132, 4434, 4835. Daß der innere Sinn die eigentliche echte Lehre der Kirche ist, Nr. 9025, 9430, 10400.

Daß diejenigen, welche das Wort dem inneren Sinne nach verstehen, die eigentliche wahre Lehre der Kirche kennen, weil der innere Sinn diese erhält, Nr. 9025. 9430. 10400. Daß das Innere des Wortes auch das Innere darstellt, sehe man in dem Werke über Himmel und Hölle, Nr. 59-67. Und daß das vom Herrn ausgehende Göttlich-Wahre den Himmel bildet, Nr. 126-140, 200-212. Daß das Wort vor den Engeln schön und anmutig dargestellt wird, Nr. 1767, 1768. Daß der Buchstabensinn gleichsam der Körper, und daß der innere Sinn gleichsam die Seele dieses Körpers ist, Nr. 8943. Daß demnach dem Worte aus dem inneren Sinne Leben zuteil wird, Nr. 1408, 4857. Daß das Wort im inneren Sinne rein ist, und daß es im Buchstabensinne nicht so erscheint, Nr. 2362, 2395. Daß das im Buchstabensinne Enthaltene heilig ist durch das Innere, Nr. 10126, 10728.

Daß in den geschichtlichen Teilen des Wortes ebenfalls innerer Sinn ist, aber innerlich in ihnen, Nr. 4989. Daß also das Geschichtliche des Wortes, gleich dem Prophetischen, Geheimnisse des Himmels enthält, Nr. 755, 1659, 1709, 2310, 2333. Daß die Engel dasselbe nicht historisch, sondern dogmatisch, weil geistig, wahrnehmen, Nr. 6884. Daß die innerlichen Geheimnisse, welche im Geschichtlichen sind, dem Menschen weniger sichtbar sind, als im Prophetischen, aus dem Grunde, weil das Gemüt seine Aufmerksamkeit auf die Betrachtung des Geschichtlichen gerichtet hält, Nr. 2176, 6597.

Wie beschaffen der innere Sinn des Wortes ist, wird weiter gezeigt, Nr. 1756, 1984, 2004, 2663, 3033, 7089, 10604, 10614.; durch Vergleiche beleuchtet, Nr. 1873.



Das Wort ist in Entsprechungen, und so in Vorbildungen geschrieben.

Daß das Wort dem Buchstabensinne nach in lauter Entsprechungen geschrieben ist, somit in Solchem, welches Geistiges, dem Himmel und der Kirche Angehöriges, vorbildet und bezeichnet, Nr. 1404, 1408, 1409, 1540, 1619, 1659, 1709, 1783, 2179, 2763, 2899. Daß dies geschehen ist wegen des im Einzelnen enthaltenen inneren Sinnes, Nr. 2899. Somit wegen des Himmels, sofern die, welche im Himmel sind, das Wort nicht seinem Buchstabensinne nach verstehen, welcher natürlich, sondern seinem inneren Sinne nach, welcher geistig ist, Nr. 2899. Daß der Herr, weil aus dem Göttlichen, in Entsprechungen, Vorbildungen und Bezeichnungen geredet hat, Nr. 9049, 9063, 9086, 10126, 10728. Daß der Herr so vor der Welt und zugleich vor dem Himmel geredet hat, Nr. 2533, 4807, 9049, 9063, 9086. Daß das, was der Herr gesprochen, den ganzen Himmel durchdrungen hat, Nr. 4637. Daß das Geschichtliche des Wortes aus Vorbildungen besteht, und die einzelnen Worte Bezeichnungen sind, Nr. 1540, 1659, 1709, 1783, 2607. Daß das Wort, damit durch dasselbe Gemeinschaft und Verbindung mit den Himmeln sei, in keiner anderen Ausdrucksweise geschrieben werden könnte, Nr. 2899, 6943, 9481. Daß diejenigen sehr irren, welche das Wort wegen seiner scheinbar einfachen und rauhen Ausdruckweise gering schätzen, und welche denken, daß sie das Wort annehmen würden, wenn es in einer anderen Ausdrucksweise geschrieben wäre, Nr. 8783. Daß auch die Schreibart und Ausdrucksweise der Urältesten in Entsprechungen und Vorbildungen war, Nr. 605, 1756, 9942. Daß die Weisen der Alten sich am Worte erfreuen, wegen der Vorbildungen und Bezeichnungen darin, nach Erfahrenem, Nr. 2592, 2593. Daß der Mensch der ältesten Kirche, wenn er das Wort gelesen hätte, klar gesehen haben würde, was im inneren Sinne, und dunkel, was im äußeren Sinne enthalten ist, Nr. 4493. Daß die Söhne Jacobs in das Land Kanaan geführt wurden, weil alle Orte in jenem Lande von den ältesten Zeiten her vorbildlich geworden waren, Nr. 1585, 3686, 4447, 5136, 6516. Und so, damit das Wort daselbst niedergeschrieben würde, in welchem die Orte des inneren Sinnes wegen zu nennen waren, Nr. 3686, 4447, 5136, 6516. Daß aber dennoch das Wort dem äußeren Sinne nach wegen jenes Volkes verändert wurde, nicht aber dem inneren Sinne nach, Nr. 10453, 10461, 10604. Mehrere Stellen aus dem Worte über jenes Volk werden angeführt, welche jedoch dem inneren Sinne nach zu verstehen sind, anders also, als dem buchstäblichen Sinne nach, Nr. 7051. Weil jenes Volk die Kirche vorbildete, und weil das Wort bei ihm und von ihm geschrieben worden ist, deshalb wird durch seine Namen Göttlich-Himmlisches bezeichnet, wie durch Ruben, Schimeon, Levi, Jehuda, Ephraim, Joseph, und die übrigen; und durch Jehuda wird im inneren Sinne der Herr in Betreff der himmlischen Liebe, und Sein himmlisches Reich bezeichnet, Nr. 3654, 3881, 3583, 5782, 6362-6382. Damit man wisse, was und wie beschaffen Entsprechungen sind, und von welcher Art die Vorbildungen im Worte, so soll auch hierüber Einiges gesagt werden.

Daß alles, was entspricht, auch vorbildet und daher bezeichnet, so daß Entsprechungen und Vorbildungen Eins sind, Nr. 2763, 2987-3002, 3213-3226, 3337-3352, 3472-3485, 4218-4228, 9280. Daß die Wissenschaft der Entsprechungen und Vorbildungen die Hauptwissenschaft bei den Alten war, Nr. 3021, 3419, 4280, 4749, 4844, 4964, 4966, 6004, 7729, 10252, hauptsächlich bei den Morgenländern, Nr. 5702, 6692, 7097, 7779, 9391, 10252, 10407. Daß sie in Ägypten mehr als bei den Anderen war, Nr. 5702, 6692, 7097, 7779, 9391, 10407. Daß sie auch bei den Heiden war, wie in Griechenland, und anderwärts, Nr. 2762, 7729. Daß sie aber heutzutage zu den untergegangenen Wissenschaften gehört, besonders in Europa, Nr. 2894, 2896, 2994, 3630, 3747, 3748, 3749, 4581, 4966, 10252. Daß dennoch jene Wissenschaft allen Wissenschaften vorangeht, da ohne sie das Wort nicht verstanden wird, noch was die Gebräuche der jüdischen Kirche bezeichnen, von welchen im Worte gehandelt wird, auch nicht erkannt werden kann, wie beschaffen der Himmel ist, noch was Geistiges ist, auch nicht wie es sich verhält mit dem Einflusse von Geistigem in Natürliches, noch wie mit dem Einflusse der Seele in den Körper, und vieles Andere, Nr. 4280, und in den oben angeführten Stellen. Daß alles, was bei Geistern und Engeln erscheint, entsprechungsgemäße Vorbildung ist, Nr. 1971, 3213-3226, 3475, 3485, 9481, 9574, 9576, 9577. Daß die Himmel voller Vorbildungen sind, Nr. 1521, 1532, 1619. Daß die Vorbildungen, je weiter im Inneren der Himmel, desto schöner und vollkommener sind, Nr. 3475. Daß die Vorbildungen daselbst wirkliche Erscheinungen sind, weil aus dem Lichte des Himmels, welches das Göttlich-Wahre ist, und dies ist das eigentlich Wesentliche des Daseins aller Dinge, Nr. 3485.

Die Ursache, daß alles und jedes, was in der geistigen Welt ist, in der natürlichen Welt vorgebildet wird, ist, weil das Innere sich mit Übereinstimmendem im Äußeren bekleidet, durch welches es sich sichtbar darstellt und erscheint, Nr. 6275, 6284, 6299. So bekleidet sich der Endzweck mit Übereinstimendem, damit er sich in niederer Sphäre als Ursache, und dann in noch niedrigerer als Wirkung darstelle, und wenn der Endzweck durch die Ursache zur Wirkung wird, dann wird er sichtbar oder erscheint vor Augen, Nr. 5711. Dies wird beleuchtet durch den Einfluß der Seele in den Körper, daß nämlich die Seele im Körper mit solchem bekleidet wird, durch welches alles, was sie denkt und will, sichtbar werden und erscheinen kann; weshalb das Denken, wenn es in den Körper einfließt, durch solche Gebärden und Bewegungen dargestellt wird, welche entsprechen, Nr. 2988. Ganz augenscheinlich werden Gemütsbewegungen durch die verschiedenartigen Mienen im Gesicht dargestellt, so daß sie daselbst gesehen werden können, Nr. 4791-4805, 5695. Hieraus erhellt, daß in allem und jedem der Natur innerlich Ursache und Endzweck aus der geistigen Welt verborgen liegen, Nr. 3562, 5711. Weil alles, was in der Natur ist, letzte Wirkung ist, welcher Vorhergehendes innewohnt, Nr. 4240, 4939, 5051, 6275, 6284, 6299, 9216. Daß das Innere es ist, welches vorgebildet wird, und das Äußere, welches vorbildet, Nr. 4292. Weiteres, was Entsprechungen und Vorbil-dungen sind, sehe man in dem Werke über Himmel und Hölle, wo gehandelt wird von der Entsprechung aller Teile des Himmels mit allen Teilen des Menschen, Nr. 87-102. Von der Entsprechung des Himmels mit allem auf Erden, Nr. 103-115. Und von den Vorbildungen und Erscheinungen im Himmel, Nr.170-176.

Daß deshalb, weil alles in der Natur Vorbildung von Geistigem und Himmlischen ist, in den alten Zeiten Kirchen bestanden, in welchen alles Äußere, die gottesdienstlichen Gebräuche, Vorbildung war; daß deshalb jene Kirchen vorbildliche Kirchen genannt wurden, Nr. 519, 521, 2896. Daß die bei den Kindern Israels gegründete Kirche eine vorbildliche Kirche war, Nr. 1003, 2179, 10149. Daß alle gottesdienstlichen Gebräuche in ihr Äußeres waren, welches Inneres, dem Himmel und der Kirche Angehöriges vorbildete, Nr. 4288, 4874. Daß die Vorbildungen der Kirche und des Gottesdienstes aufhörten, als der Herr in die Welt kam, und sich offenbarte, weil der Herr das Innere der Kirche erschloß, und weil das Ganze dieser Kirche im höchsten Sinne sich auf Ihn bezog, Nr. 4835.



Über den buchstäblichen oder äußeren Sinn des Wortes.

Daß der buchstäbliche Sinn des Wortes dem in der Welt Erscheinenden gemäß ist, 589, 926, 2719, 2720, 1832, 1874, 2242, 2520, 2533, und für die Fassungskraft einfacher Menschen, Nr. 2533, 9049, 9063, 9086. Daß das Wort im Buchstabensinne natürlich ist, Nr. 8783. Aus dem Grunde, weil das Natürliche das Letzte ist, in welchem Geistiges und Himmlisches endigen, und auf welchem sie, wie das Haus auf seiner Grundlage, ruhen, und daß sonst der innere Sinn ohne den äußeren wie ein Haus ohne Grundlage wäre, Nr. 9360, 9430, 9824, 9433, 10044, 10436. Daß das Wort, weil so beschaffen, der Behälter des geistigen und himmlischen Sinnes ist, Nr. 9407. Und weil so beschaffen, daß Göttlich-Heiliges im Buchstabensinne ist, in Bezug auf alles und jedes darin, bis auf jedes einzelne Jota, Nr. 639, 680, 1869, 1870, 9198, 10321, 10637. Daß die für die Kinder Israels gegebene Gesetze, obgleich aufgehoben, dennoch heiliges Wort sind, wegen des inneren Sinnes in ihnen, Nr. 9211, 9259, 9349. Daß die Gesetze, Rechte und Satzungen für die israelitische oder jüdische Kirche, welche eine vorbildliche Kirche war, zum Teil solche sind, welche noch im beiderlei Sinne, dem inneren und dem äußeren gelten, zum Teil solche, welche dem äußeren Sinne nach durchaus zu beobachten sind, zum Teil solche, welche angewendet werden können, wenn es für gut befunden wird, und zum Teil solche, welche ganz und gar aufgehoben sind, von welchen, Nr. 9349. Daß das Wort göttlich ist, auch in Bezug auf das, was aufgehoben ist, des Himmlischen wegen, welches im inneren Sinne desselben verborgen liegt, Nr. 10637.

Wie beschaffen das Wort im Buchstabensinne ist, wenn es nicht zugleich dem inneren Sinne nach verstanden wird, oder, was dasselbe ist, der wahren Lehre aus dem Worte gemäß, Nr. 10402. Daß aus dem Buchstabensinne ohne den inneren Sinn, oder ohne die echte Lehre aus dem Worte, Irrlehren in unermeßlicher Zahl entspringen, Nr. 10400. Daß diejenigen, welche im Äußeren ohne das Innere sind, das Innerliche des Wortes nicht ertragen können, Nr. 10694. Daß die Juden so beschaffen waren, und auch heute sind, Nr. 301-303, 3479, 4429, 4433, 4680, 4847, 10396, 10401, 10407, 10694, 10701, 10707.



Der Herr ist das Wort.

Daß im innersten Sinne des Wortes einzig vom Herrn gesprochen wird, und alle Zustände der Verherrlichung Seines Menschlichen beschrieben werden, das ist, der Vereinigung mit dem Göttlichen selbst, und auch alle Zustände der Unterjochung der Höllen, und der Einordnung von allem daselbst und in den Himmeln, Nr. 2249, 7014. Daß also in jenem Sinne das ganze Leben des Herrn in der Welt beschrieben wird, und daß dadurch beständige Gegenwart des Herrn bei den Engeln stattfindet, Nr. 2523. Daß demnach der Herr allein im Innersten des Wortes ist, und daß daher das Göttliche und Heilige des Wortes ist, Nr. 1873, 9357. Daß der Herr sagte, daß die Schrift von Ihm erfüllt sei, bedeutet alles, was im innersten Sinne enthalten ist, Nr. 7933.

Daß das Wort das Göttlich-Wahre bezeichnet, Nr. 4692, 5075, 9987. Daß der Herr das Wort ist, weil Er das Göttlich-Wahre ist, Nr. 2533. Daß der Herr das Wort ist, auch weil das Wort von Ihm und über Ihn ist, Nr. 2859. Und vom Herrn allein im innersten Sinne handelt, daß also der Herr selbst in ihm ist, Nr. 1873, 9357. Und weil in allem und jedem des Wortes die Ehe des Göttlich-Guten und des Göttlich-Wahren ist, welche Ehe im Herrn allein ist, Nr. 3004, 3005, 3009, 5138, 5194, 5502, 6343, 7945, 8339, 9263, 9314. Daß das Göttlich-Wahre das einzig Wirkliche ist, und daß dasjenige, in welchem es ist, und welches aus dem Göttlichen ist, das einzig Substanzielle ist, Nr. 5272, 6880, 7004, 8200. Und weil das Göttlich-Wahre, vom Herrn, als der Sonne im Himmel, ausgehend, das Licht daselbst ist, und das Göttlich-Gute die Wärme daselbst, und weil aus ihnen alles daselbst besteht, wie alles in der Welt aus Licht und Wärme, welche auch in ihren Substanzen sind, und durch sie wirken, und weil durch den Himmel oder die geistige Welt die natürliche Welt besteht, so erhellt, daß alles, was geschaffen ist, nach jenen Worten bei Johannes: "I Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort, und durch dasselbe ist Alles geworden, was geworden ist; und das Wort ward Fleisch," 1,1.2.3.14., Nr. 2803, 2894, 5272, 6880. Weiteres über die Schöpfung aller Dinge aus dem Göttlich-Wahren, also vom Herrn, sehe man in dem Werke über Himmel und Hölle, Nr. 137; und vollständiger in dem Artikel, wo von der Sonne im Himmel gehandelt wird, daß sie der Herr ist, Nr. 126-140.

Daß die Verbindung des Herrn mit dem Menschen durch das Wort geschieht mittelst des inneren Sinnes, Nr. 10375. Daß durch alles und jedes des Wortes Verbindung ist, und daß daher das Wort wunderbar ist vor aller Schrift, Nr. 10632, 10633, 10634. Daß, seitdem das Wort geschrieben ist, der Herr durch dasselbe mit den Menschen spricht, Nr. 10290. Man sehe ferner, was in dem Werke über Himmel und Hölle über die Verbindung des Himmels mit dem Menschen durch das Wort angeführt worden ist, Nr. 303-310.



Über Diejenigen, welche gegen das Wort sind.

Von denen, welche das Wort verachten, lästern und entweihen, Nr. 1878. Wie beschaffen sie im anderen Leben sind, Nr. 1761, 9222. Daß sie Zähes im Blute darstellen, Nr. 5719. Wie groß die Gefahr aus der Entweihung des Wortes, Nr. 571-582. Wieviel es schadet, wenn Grundsätze des Falschen, hauptsächlich solche, welche die Liebe zu sich und der Welt begünstigen, durch das Wort begründet werden, Nr. 589. Daß diejenigen, welche in keiner Neigung zum Wahren um des Wahren willen sind, das, was dem inneren Sinne des Wortes angehört, einfach verwerfen und davon angewidert werden, aus Erfahrung aus der Geisterwelt, Nr. 5702. Von Einigen im anderen Leben, welche das Innerliche des Wortes gänzlich zu verwerfen trachteten, daß sie der Vernünftigkeit beraubt wurden, Nr. 1879.



Welche die Bücher des Wortes sind.

Daß Bücher des Wortes alle sind, welche den inneren Sinn haben; daß aber die, welcher ihn nicht haben, nicht das Wort sind.

Daß die Bücher des Wortes im alten Testamente sind:

- die fünf Bücher Mose,

- das Buch Joschua,

- das Buch der Richter,

- die zwei Bücher Samuel,

- die zwei Bücher der Könige,

- die Psalmen Davids;

- die Propheten: Jeremiah, Jeremiah, Klagelieder, Ezechiel, Daniel, Hoschea, Joel, Amos, Obadiah, Jonah, Nachum, Habakuk, Zephaniah, Haggai, Sacharia, Meleachi.

Im neuen Testamente die vier Evangelisten: - Matthäus, - Markus, - Lukas, - Johannes, - Johannes Offenbarung

Die übrigen haben den inneren Sinn nicht, Nr. 10325. Daß das Buch Hiob ein altes Buch ist, in welchem zwar innerer Sinn, aber nicht im Zusammenhange, Nr. 3540, 9942.



Mehreres über das Wort.

Daß Wort in der hebräischen Sprache, Verschiedenes bedeutet, nämlich Rede, Denken des Gemüts, jede Sache, welche wirklich besteht, sodann ein Etwas, Nr. 9987. Daß das Wort das Göttlich-Wahre und den Herrn bedeutet, Nr. 2533, 4692, 5075, 9987. Daß Worte Wahrheiten bedeuten, Nr. 4692, 5075. Daß sie Lehre bedeuten, Nr. 1288. Daß die zehn Worte alle göttlichen Wahrheiten bedeuten, Nr.10688.

Daß im Worte, hauptsächlich im prophetischen, je zwei Ausdrücke für eine Sache sind, und daß der eine sich auf das Gute, und der andere auf das Wahre bezieht, welche so verbunden werden, Nr. 683, 707, 2516, 8339. Daß man nur as dem inneren Sinne des Wortes wissen kann, welcher Ausdruck sich auf das Gute beziehe, und welcher auf das Wahre, da besondere Worte sind, durch welche dem Guten und besondere, durch welche dem Wahren Angehöriges ausgedrückt wird, Nr. 793, 801, und dies so durchgängig, daß an der Prädikation der Worte allein schon zu erkennen ist, ob von Gutem oder vom Wahren gehandelt wird, Nr. 2712. Daß auch mitunter der eine Ausdruck Allgemeines in sich schließt, und der andere Bestimmtes, welches aus dem Allgemeinen ist, Nr. 2212. Daß eine Art von Wechselbeziehung im Worte ist, von welcher, Nr. 2240. Daß das Meiste im Worte auch einen entgegengesetzten Sinn hat, Nr. 4816. Daß der innere Sinn Prädikatartig seinem Subjekte folgt, Nr. 4502.

Daß die, welche sich am Worte erfreuen, im anderen Leben die Wärme des Himmels, welcher die himmlische Liebe wohnt, aufnehmen, je nach der Beschaffenheit und dem Maße ihrer aus Liebe stammenden Freude, Nr. 1773.



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Wer war Emanuel Swedenborg ?

»Swedenborg ist eine der geistigen Sonnen, welche nur immer heller strahlen werden, je wie die Jahre dahingehen« schrieb Thomas Carlyle, der große schottische Schriftsteller, und Goethe nannte ihn »den gewürdigten Seher unserer Zeiten, rings um den die Freude des Himmels war.«

Geboren 1688 als Sohn des nachmaligen Bischofs von Skara, wat er ein so hochfliegender Geist, daß er selbst in jener an großen Persönlichkeiten reichen Zeit einzig dasteht. Er war ein genialer Forscher auf nahezu allen Gebieten der Naturwissenschaft, ein tiefer Denker, erfolgreicher Erfinder, Bergbaufachmann, Volkswirtschafter und Politiker, daneben ein Dichter und — nach seiner Berufung im Jahre 1744 bis zu seinem Tode im Jahre 1772 — Seher und Schilderer geistiger Welten und Gesetzmäßigkeiten von solcher Sachlichkeit und Nüchternheit, daß man ihn ungescheut auch den ersten Parapsychologen nennen darf.

Obwohl Swedenborg schon zu Lebzeiten berühmt war, stürmten doch, wie der ehemalige Präsident der schwedischen Akademie der Wissenschaften, Professor Lönnberg, im Namen zahlreicher europäischer Kollegen i.J. 1910 feststellte, »manche seiner wichtigsten Entdeckungen jenen Zeiten allzu weit voraus, so daß es unseren Tagen überlassen ist, seinem Gedächtnis Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.«

Man würde auch heute nicht mehr zögern, ihn als einen der größten Männer seines Jahrhunderts, ja der Menschheit, zu feiern, wäre ihm nicht auf der Schwelle zu seinem letzten Lebensdrittel jenes merkwürdige Schicksal der Berufungsvision und der damit verbundenen Aufschließung der geistigen Sinne widerfahren, wodurch er ungesucht zum »Geisterseher« und gegenüber einer erstarrten Kirchenlehre zum unerbittlichen Kritiker und Reformator wurde. Die Anhänger derselben trafen sich daher mit den aller Offenbarung feindlichen Rationalisten und Materialisten in gemeinsamer Ablehnung und Verlästerung, die ihre Wirkung erst heute allmählich einbüßt.

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Einige der wichtigsten religiösen Lehren Swedenborgs

Gott ist Einer. Es gibt nicht drei gleichermaßen unendliche und ewige »Personen« der Gottheit. In Jesus Christus, dem schaubaren Gott, »wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig« (Paulus), in ihm wohnt der »Vater«‚ wie die Seele in ihrem Leib, und durch ihn sendet derselbe den »Heiligen Geist«. So stehen die drei »Wesenselemente« der Gottheit miteinander in Verbindung — vergleichsweise wie im Menschen Seele, Leib und ausgehende Wirkung.

Gott ist reine Liebe. »Zorn« über die Sünden der Menschen liegt Ihm fern. Was die Bibel darüber enthält, ist Anpassung der göttlichen Wahrheit an den Zustand der Menschen, die im Bewußtsein ihrer Schuld, im Zustand ihrer Gottferne, den Allmächtigen und Alliebenden nicht anders als nach ihrem eigenen Bilde denken können. Wie könnte Jesus lehren: »Wer seinem Bruder zürnt, ist dem Gericht verfallen«, »liebet eure Feinde«‚ wenn Gott selbst den Menschen, nachdem sie durch ihren Abfall Seine Feinde geworden waren, zürnte? Das heißt freilich nicht, daß Gott die Sünde des Menschen gleichgültig wäre — aber Seine Reaktion darauf ist nicht Zorn! Aus diesem Grunde war auch die Erlösung kein »stellvertretendes Opfer zur Versöhnung Gott-Vaters«‚ der nur durch unschuldig vergossenes Blut umgestimmt werden konnte Vielmehr wurde unsere Erlösung bewirkt durch jenen gewaltigen und das ganze Leben des Heilands erfüllenden Kampf Gottes in Christus zur Überwindung aller höllischen Mächte, die sich durch menschliche Schuld zwischen Ihn und die Menschheit gedrängt hatten und die lebensnotwendige Verbindung abzuschneiden im Begriff standen.

Das Leiden am Kreuz war nur der letzte, schwerste Kampf, in dem die Höllen noch einmal mit der Versuchung an den Göttlich-Menschlichen herantraten, menschlich, nicht göttlich zu handeln. Dadurch aber, daß Jesus siegreich widerstand, verherrlichte Er sein von der Maria stammendes menschliches Teil und machte es zu einem reinen Gefäß für das innewohnende Göttliche. Darum konnte Er sagen: Ich und der Vater sind, Eins; wer mich sieht, der sieht den Vater. So ist Jesus Christus nach Seinen eigenen Worten nicht eine zweite Gott-Person, sondern der fleischgewordene, schaubare Gott, der uns einen neuen Zugang zur Welt des Göttlichen und Ewigen er kämpft hat, für die wir geschaffen sind, in die wir aber nur gelangen können, wenn wir die Lebensgesetze dieser Welt uns in der Nachfolge zu eigen machen. Bloßer Glaube im üblichen Sinn reicht also nicht aus.

Stark beachtet wurde seine Lehre vom:

Leben nach dem Tode = Wie die übrigen Lehren unterscheidet auch sie sich grundlegend von allem, was sonst darüber gelehrt wird; Der physische Tod ist nicht erst seit dem Sündenfall - als Strafe - zum allgemeinen Erdenschicksal geworden, sondern er war dem Menschen von Anbeginn an als Übergang in die andere, höhere Daseinsform in der Geistigen Welt vorgesehen, in der der materielle Leib völlig unbrauchbar wäre.

Inhaltsverzeichnis





Über das Weiße Pferd in der Offenbarung, Kapitel 19. 3

Über das Wort und seinen geistigen oder inneren Sinn aus den Himmlischen Geheimnissen. Über die Notwendigkeit und Vortrefflichkeit des Wortes. 7

Das Wort wird nur von Erleuchteten verstanden. 8

Das Wort wird nur verstanden durch die Lehre aus dem Wort. 9

Im Worte ist ein geistiger Sinn, welcher der innere Sinn heißt. 10

Der innere Sinn des Wortes ist zunächst für die Engel und auch für die Menschen. 11

Im inneren oder geistigen Sinne des Wortes sind unzählige Geheimnisse. 13

Das Wort ist in Entsprechungen, und so in Vorbildungen geschrieben. 15

Über den buchstäblichen oder äußeren Sinn des Wortes. 17

Der Herr ist das Wort. 18

Über Diejenigen, welche gegen das Wort sind. 19

Welche die Bücher des Wortes sind. 19

Mehreres über das Wort. 20

Wer war Emanuel Swedenborg ? 21

Einige der wichtigsten religiösen Lehren Swedenborgs 22























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[VH-LIF / 2009]

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